Bewegte Bilder – bewegende Bilder. Web-Video auf dem Vormarsch

Viele Unternehmen offerieren via Internet Produkte und Dienstleistungen, die sich nicht ausreichend mit kurzen Texten und kleinen Pixelbildern beschreiben und darstellen lassen. Und bei Produkten wie Kleidung, Feinkost aber beispielsweise auch Elektronik müssen Haptik oder Geschmack medial simuliert, Funktionsweisen näher erläutert werden um beim Kunden ein gesteigertes Interesse zu erwecken.

Dank breit verfügbarer Standardformate wie Flash oder MPEG, hervorragender Kompressionsalgorithmen und nahezu flächendeckend verfügbarer Breitband-Internetanbindungen sind Werbefilme und Image-Videos im Web auch für klein- und mittelständische Firmen weit mehr als ein Gimmick auf der Unternehmenswebsite. Und auch aus dem Kostenblickwinkel kein unerreichbares Feature, um sich Alleinstellungsmerkmale zu verschaffen und weiteres Umsatzpotential zu generieren.

Ein gutes Beispiel dafür sind Weine. Das edle Getränk ist ein sehr erklärungsbedürftiges Produkt, insbesondere dann, wenn man Interessenten und neue Käuferschichten ansprechen und von einem Sortiment überzeugen möchte. In den USA setzen Betreiber wie Gary Vaynerchuk, der Betreiber von Wine Library TV, seit Jahren auf Web-Video um für Kunden das doch recht sinnliche Erlebnis eines Weineinkaufs zu simulieren. Darüber hinaus werden via Web-Video komplizierte Zusammenhänge und Abläufe z.B. bei der Herstellung des edlen Getränks eingängig und überzeugend vermittelt.

Und das kommt an: So werden Herkunft, Anbaugebiete, Kelterung und Lagerung erläutert, virtuelle Ausflüge in die Haute Cuisine unternommen und die Macher verkosten natürlich vor laufender Kamera ihr erlesenes Sortiment. Mit diesem interessanten Konzept werden mittlerweile auch in Deutschland Weinkenner informiert, aber auch neue Käuferschichten erschlossen. Und ganz nebenbei scheint dabei der stagnierende Online-Lebensmittelhandel mit neuen Impulsen versorgt zu werden.

Aber auch andere Branchen können von dieser Entwicklung profitieren – man muss es nur eben richtig machen. Beispiele dafür gibt es zur Genüge z.B. bei der Mutter aller Buchhändler amazon.de, wo Web-Video inzwischen nicht nur zum Abspielen von Blockbuster-Trailern, sondern gezielt zur Kundenansprache verwendet wird. Das Musikhaus Thomann in Treppendorf offeriert in seinem Online-Shop Musikinstrumente und Equipment mit begleitender Video-Präsentation – meistens mit detaillierten Technikinformationen, die sich unmöglich in Text und statischem Bild darstellen lassen.

Natürlich sollten es die videoambitionierten Betreiber von Online-Plattformen vermeiden, die potentielle Kundschaft mit billigen Webcam-Videos zu verschrecken. Daumenkino war gestern. Erklärungsbedürftige Produkte müssen gut zu sehen, gut beleuchtet und wackelfrei gefilmt sein, um beim Betrachter zu punkten. Darüber hinaus bringen erfahrene Präsentatoren und Sprecher in jedem Fall eine optische und akkustische Aufwertung der präsentierten Produkte mit sich.
Dass ein professioneller Schnitt die Produktpräsentation nochmals aufwertet, versteht sich von selbst und da Filmaufnahmen heutzutage die digitale Ebene kaum noch verlassen, muss das alles auch kein Vermögen kosten. In jedem Fall sollte die Filmproduktion in das Online-Gesamtkonzept des Unternehmens eingebunden sein und von der betreuenden Agentur entsprechend bewertet sein.

  • Web-Videos lassen sich kostengünstig produzieren, in den meisten Fällen wird kein aufwändiges Setup oder eine kostenintensive Postproduktion benötigt. Trotzdem sind Kurzfilme á la Hollywood durchaus möglich.
  • Die Präsentation von Produkten und Dienstleistungen auf der Unternehmenshomepage etabliert sich auch hierzulande als wichtiges Marketing-Werkzeug und nicht selten dazu beitragen, die Verkaufszahlen deutlich zu steigern.
  • Mit Web-Videos lassen sich eingängige und emotionale Botschaften ganz anders als in Textform vermitteln, per Video präsentierte Produkte und Dienstleistungen werden sich bei Ihrem Kunden stark einprägen und nicht selten zu einem Kaufimpuls führen.
  • Mit attraktiven und durchdachten Web-Videos wird ein hoher Imagegewinn für den Internetauftritt eines Unternehmens und für das Unternehmen selbst erzielt – dabei ist die Branche zweitrangig. Mittelstand und klassisches Handwerk können sich ebenso vorteilhaft präsentieren wie Internet-Plattformen oder Online-Shops.
  • Kunden von Online-Plattformen sind gegenüber Web-Videos aufgeschlossen und informieren sich intensiv und aufmerksam über die angebotenen Produkte.
  • Web-Video bedeutet einen erheblichen Wettbewerbsvorteil für Betreiber von Online-Plattformen und Online-Shops, Produkte können besser beschrieben und erläutert, Nachfragen an den Support vermieden werden – was wiederum zu Personaleinsparungen in diesem Segment beitragen kann.
Wertvolle Hilfe nicht nur für Krawattenamateure

Wer nur gelegentlich auf „Business casual“ machen muss und auch sonst gerne ohne Schlips unterwegs ist, kennt das. Manchmal muss es einfach sein – aber wieder will der Windsor nicht gelingen und beim Grantchester bricht man sich die Finger. Nein, wir sprechen hier nicht von englischem Käse – es geht um Krawattenknoten.

Für alle, die beim Binder binden Hilfe brauchen, hat der Modezirkel ein eindrucksvolles Lernvideoarchiv geschaffen, welches via Youtube oder direkt auf der Website der Firma aufgerufen werden kann. Aus Sicht des Users (also mit Überkopf-Kamera) wird die Vorgehensweise beim Krawattenbinden minutiös erläutert, auch bei schwierigen Knoten erzielen auch ungeübte User nach ein bis zwei Versuchen erstaunliche Erfolge.

Und wem das Daumenkino nicht reicht, der kann sich alle Lernvideos als DVD bestellen – vorbildlich.

Rechtsanwalt Wolfgang Haag beim 9. Unternehmerstammtisch in Laim

Die einschlägigen Fernsehformate berichten regelmäßig über Internetgauner und immer wieder wird vor unseriösen Machenschaften im World Wide Web gewarnt. Und sowohl als Verbraucher als auch als Gewerbetreibender muss man höllisch aufpassen, um nicht in einer der vielen ausgelegten Internetfallen zu tappen, um am Ende ordentlich draufzuzahlen.

Abmahnung, Abzocke, Anarchie – so das Thema des Unternehmerstammtisches am 29. April – der mittlerweile zum 9. Mal stattfand. Rechtsanwalt Wolfgang Haag von der Kanzlei Braunger|Haag gab einen aufschlussreichen Einblick in die Abmahn- und Abzockpraxis hierzulande und hatte auch einige Fälle aus dem Kanzleialltag dabei, die vor allem eines verdeutlichten: Hätte man jemanden gefragt, der sich damit auskennt, wäre es nur halb so teuer geworden…
Bei seinem Referat schonte Wolfgang Haag auch die schwarzen Schafe seiner Zunft nicht, deren einziger Geschäftszweck es oftmals ist, mit Massenabmahnungen erkleckliche Einnahmen zu generieren.

Andererseits ist eine Abmahnung und/oder eine Unterlassungserklärung kein Weltuntergang, gerade dann, wenn dem Abgemahnten zu Unrecht ein Rechtsverstoß vorgeworfen wird. Leider wird dann viel zu schnell der „Kopf in den Sand gesteckt“, anstatt zügig und mit fundierter Unterstützung zu reagieren. Und gerade bei (Ab)Mahnungen durch die üblichen Verdächtigen bestehen meist sehr gute Erfolgsaussichten, dass die Abzocker bereits im Vorfeld eines Verfahrens das Handtuch werfen.

Rund 2 Stunden hatte sich Wolfgang Haag Zeit genommen und ging auch immer wieder auf Fragen der Stammtischler ein, viele individuelle Anmerkungen drehten sich um die Anbieterkennzeichnung (Impressumspflicht), den Datenschutz, Widerrufserklärung und Verbraucherschutz auf den Webseiten der anwesenden Unternehmer. Alles in allem ein spannender und interessanter Abend – der vielleicht sogar das eine oder andere Mitglied des Stammtisches dazu veranlasst haben dürfte, seine Unternehmenshomepage zu überprüfen…

Engagement schafft Werte – Tine von Tein beim Unternehmerstammtisch in Laim

Mittlerweile hat sich herumgesprochen, dass mit dem Unternehmerstammtisch in Laim eine Plattform ins Leben gerufen wurde, wo Unternehmer zu den verschiendensten Themen ins Gespräch kommen und „Netzwerken“ können. Und beim Stammtisch Nr. 8 konnten wieder einige neue Gesichter und sogar eine Vertreterin der Stadtteilpolitik begrüßt werden.

Unternehmerisches Engagement für das Gemeinwohl oder soziale Projekte muss keine Einbahnstraße sein – obwohl Sach- oder Geldspenden, handwerklicher Einsatz oder fachliche Unterstützung wohl die derzeit häufigsten Methoden gelebter „Corporate Citizenship“ darstellen. Oftmals wollen Unternehmer und Unternehmen Gutes tun, leisten „Ad hoc“ Hilfe und vergessen es, eigene Belange zu bewerten und geltend zu machen. Dabei müssen unternehmerische Anforderungen, eine wirtschaftliche Sichtweise und die gelebte gesellschaftliche Verantwortung keinesfalls einen Widerspruch darstellen.

Tine von Tein von der Agentur askandact ?! gab beim 8. Unternehmerstammtisch im WEIN.GUT in Laim einen Einblick in die vielen Möglichkeiten, sich als Unternehmer an der Lösung gesellschaftlicher Probleme zu beteiligen. Und die Stammtischler lernten schnell, dass Geld dabei nicht immer die Triebfeder sein muss. Profitieren können Unternehmen jedoch nur, wenn das eigene Engagement nicht als Insellösung verstanden wird.
Verbunden mit einer strategischen Planung und einem soliden Projektmanagement wird sich auch bei der Unterstützung sozialer Projekte eine Win-Win-Situation einstellen – z.B. wenn die lokale Medien über das Engagement berichten und damit gewissermaßen kostenlose PR leisten.

Insgesamt wieder ein interessanter Abend mit ebenso interessanten Gästen und anregenden Gesprächen bis in die Nacht. Neben Tine von Tein als Referentin hatten daran auch wieder Nana Berzl vom Speisezimmer und Michael Wenzel vom WEIN.GUT maßgeblichen Anteil. Und auch der nächste Stammtisch ist bereits in Planung, aller Voraussicht nach wird am 29. April Rechtsanwalt Wolfgang Haag die Stammtischler für ein juristisches Thema sensibilisieren.

Unendliche Geschichte: SEX.COM steht mal wieder zum Verkauf

Wie die Washington Post schreibt, scheinen die Eigentümer der angeblich begehrtesten Domain weltweit so glücklich mit ihrem Baby nicht zu werden – wieder einmal steht sex.com zum Verkauf, besser gesagt zur Versteigerung. Und die Versteigerung soll stattfinden, weil der letzte Eigentümer die Schulden nicht abzahlen kann, die er beim Kauf der Domain angehäuft hat.

Als vor ein paar Jahren die Adresse für rund 12 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt hat, fabulierte die Fachwelt noch wild über die Ertragsmöglichkeiten, die die Domain biete – auch jetzt soll die Domain angeblich pro Jahr rund 5 Millionen Dollar in die Kassen der Eigner spülen. Einfach so. Pustekuchen, ausser Spesen nix gewesen. Und es ist fraglich, ob die großen Schmuddelkonzerne diesmal zugreifen. Das Mindestgebot liegt angeblich bei 1 Million, das könnten Blue-Movie-Provider sicherlich aus der Portokasse abdrücken. Aber heute ist Google das Maß der Dinge, wenn es darum geht, Inhalte aufzuspüren – auch Inhalte schlüpfriger Natur. Und nicht mehr der schmissige Domainname, zumal sex.com aus dem Google-Index verbannt zu sein scheint.

SEX.COM hat natürlich ein nicht unerhebliches Marketing-Potential – aber ohne entsprechende Angebote hinter der Adresse/Marke ist ein kommerzieller Erfolg ausgeschlossen. Und das wiederum ist ein Problem, mit dem sich eine ganze Menge Webseitenbetreiber herumschlagen müssen.

Big Brother in der Mülltonne

Datenschützer hierzulande hätten ihre helle Freude: In Großbritannien werden bereits in 68 britischen Verwaltungsbezirken die Mülltonnen mit RFID-Chips ausgestattet. 2,6 Millionen Haushalte werden so in ihrem Wegwerf-Verhalten überwacht und daraus lassen sich natürlich detaillierte Rückschlüsse auf sonstiges (Fehl)-Verhalten schließen – so die Bürgerrechtsorganisation Big Brother Watch, die einen massiven Übergriff auf die Privatsphäre der britischen Bürger konstatiert.

Zunächst soll das individuelle Müllaufkommen erfasst werden – Bürger, die wenig Müll erzeugen, sollen finanzielle Vorteile genießen können. Bauchschmerzen bereitet den Bürgerrechtlern, dass die Regierung ein weiteres Mal unbemerkt und unkontrolliert Bürgerdaten erhebt – und diese im Abgleich mit anderen Daten mißbrauchen könnte. Darüber hinaus befürchten große Familien, dass sie aufgrund ihres erhöhten Müllaufkkommens in naher Zukunft verstärkt zur Kasse gebeten werden.

Und wenn Sie jetzt denken, dass der Datenschutz hierzulande einen klein wenig höheren Stellenwert hat, liegen Sie falsch: Vereinbarungen auf europäischer Ebene – Stichwort: EU-Abfallrichtlinie – zwingen die Kommunen dazu, das Müllaufkommen auf den Deponien streng zu kontrollieren. Die Überwachung deutscher Mülltonnen und die individuelle Abrechnung des erzeugten Mülls ist daher nur eine Frage der Zeit.

2 Millionen für Jimmy Wales

Vergangene Woche gab es einen erfreulichen Tag für die Online-Enzyklpädie Wikipedia, denn auf den Konten der Wikimedia Foundation ist eine Spende von 2 Millionen Dollar eingegamgen. Google heißt der noble Spender und der britische Guardian fragt zu recht, wieviel Eigennutz des Suchmaschinenriesen dahinter steckt.

In der Vergangenheit hat Google bereits mehrfach innovative Projekte unterstützt, die – wenn schon nicht Gewinn für die Google-Kasse – so doch Gewinn für den Anwender gebracht haben. Bei der Wikipedia merkt die Fachwelt jedoch auf, denn immerhin betreibt Google mit Knol einen ganz ähnlich gelagerten Wissensdienst. Also stellt sich die Frage nach dem Hintergrund der großzügigen Spende aus der Google-Portokasse: Viele Suchergebnisse, die Google auf Anfrage ausgibt, verweisen auf entsprechende Wikipedia-Inhalte, so der Guardian. Bei zu großem Traffic auf den Wikipedia-Seiten können deren Server schon mal in die Knie gehen, die von Google beschworene „User Experience“ könnte Schaden nehmen. Also kommt die Spende auf direktem Wege auch wieder der Suchmaschine zugute.

Günter Freiherr von Gravenreuth tot

Eine der markantesten Figuren des Internetzeitalters hat sich mit einem Email und einem Knall von dieser Welt verabschiedet. Der als „Abmahnabwalt“ mit Schwerpunkt Urheberrecht bekannt gewordene Günter Freiherr von Gravenreuth nahm sich in der Nacht zum 22. Februar mit einer Schusswaffe das Leben.

Im Auftrag seiner Mandanten verfolgte der Münchner Anwalt seit den 90er Jahren gnadenlos Raubkopierer und Softwarepiraten – oder unbescholtene Bürger, die er dafür hielt – und dafür rangierte er auf der Beliebtheitsskala der Internetgemeinde ziemlich weit unten.

Besonderes Highlight ser Juristenkarriere war ein Verfahren gegen die TAZ, deren Double-Opt-In Newsletter das Missfallen des Freiherren geweckt hatte. Die entsprechende Rückmail hielt er für SPAM, obwohl die TAZ die Abmahngebühr bezahlte, pfändete Gravenreuth die Domain der Zeitung.

Im September 2008 verurteilte das Berliner Landgericht den 61-Jährigen wegen Betrugs zum Nachteil der TAZ zu einer 14-monatigen Haftstrafe, ein halbes Jahr später verwarf das Kammergericht Berlin Gravenreuths Revision gegen das Urteil. Im Herbst letzten Jahre hatte man dem Freiherren letztmalig einen Aufschub seiner Haftstrafe gewährt, um seine Kanzlei auflösen und abwickeln zu können.

In den entsprechenden Foren und Plattformen im Internet hält sich die Trauer naturgemäß in Grenzen. Gravenreuth sei „ein Gewinner gewesen, der nicht verlieren konnte“ – so ein anonymer Eintrag bei gulli.com.

Projekt Praktikumsbörse – Thema beim 7. Unternehmerstammtisch in Laim

Wir erleben es tagtäglich sowohl in einschlägigen Fernsehsendungen als auch im realen Leben: Hauptschüler haben es schwer und besonders dann, wenn sie sich nicht auf ein stabiles Elternhaus stützen können. Migrationshintergrund und Hartz IV sind hier nur 2 der möglichen Schlagwörter.

Diesen Jugendlichen eine Perspektive aufzuzeigen ist das Anliegen der „Praktikumsbörse für Hauptschüler/-innen Schwanthalerhöhe und Laim“. Dieses wegweisende Projekt war Thema des 7. Unternehmerstammtisches in Laim, der am 25. Februar im WEIN.GUT in der Camerloher Straße stattfand. Claudia Jovanovic stellte das Projekt vor, gemeinsam mit ihren Mitstreitern Frau Langenfaß von der Hauptschule Fürstenrieder Straße und Herrn Wettlaufer vom STÜPS Blumenau erläuterte sie die Probleme der Jugendlichen bei der Praktikums-/Ausbildungssuche.

Trotz großen Interesses an diesem Thema wurde seitens der anwesenden Unternehmer eine ganze Menge Skepsis laut. Schließlich müssen Schülerpraktikanten mit adäquaten Aufgaben versorgt werden, sollte das Interesse an einer späteren Berufswahl geweckt werden sollen. Das kostet dem Unternehmer Personal, Zeit und Geld – und der Erfolg des Praktikums ist keinesfalls sichergestellt, aus vielerlei Gründen. Die Unterstützung der Stadt ist begrenzt – sieht man von Versicherungsleistungen für die Schüler einmal ab.
Aber es geht auch darum, mit der Hilfe von Unternehmen aus dem Münchner Westen Jugendliche bei ihrer Berufs- und Lebensplanung zu unterstützen. Und jeder Jugendliche, der aus dem Teufelskreis „Fehlende Ausbildung –> Hartz IV“ herauskommt, ist ein gesamtgesellschaftlicher Gewinn. Insbesondere auch in finanzieller Hinsicht, daher sind die Kosten für Projekte dieser Art zu vernachlässigen.
Interesse wecken, Weichen stellen, darum geht es bei der Vermittlung von Schülerpraktika.

Der Anfang ist gemacht, die Laimer Unternehmer sind für das Anliegen der Praktikumsbörse sensibilisiert. Nun sollten die Kontakte vertieft, das Netzwerk mit Leben gefüllt werden. Unter der Adresse initiativgruppe.de/berufliche-bildung.html gibt es weitere Informationen.

Verkaufen ist (k)eine Kunst

Jeder weiß, wie Anrufe nerven, in denen Callcenter versuchen, suuuuupergünstige Krankenversicherungen an den Mann/die Frau zu bringen. Oder den neuesten Telefontarif. Oder irgend ein anderes Produkt, welches garantiert nicht gebraucht wird.

Was aber, wenn ich selbst der Anrufer bin, und meine Zielgruppe auf ein phantastisches Produkt oder eine unschlagbare Dienstleitung einschwören möchte? Wie falle ich meinen potentiellen Kunden eben nicht auf den Wecker und wie schaffe ich es, in möglichst angenehmer Erinnerung zu bleiben?

„Verkaufen ist (k)eine Kunst“ – so jedenfalls das Motto des 6. Unternehmerstammtisches, der wieder rund 20 Unternehmer aus dem Münchner Westen ins WEIN.GUT in Laim gelockt hatte. Und Claudia Dietl von Art of Sales gab in ihrem sympathischen Referat einen hochinteressanten Einblick in die „Kunst des Verkaufens“, über die (begrenzten) Möglichkeiten der Telefonakquise ebenso wie die Do’s und Don’ts bei Verkaufsgesprächen. Die Stammtischler konnten einige Anregungen für kommende Telefonate, aber auch Datenbank-Know-How sowie ein wenig juristisches Wissen mit nach Hause nehmen. Die deutsche Bundesnetzagentur hat wegen verbotener Telefonwerbung erst kürzlich Bußgelder in einer Gesamthöhe von 500.000 Euro gegen Callcenter und Auftraggeber der Anrufe verhängt – insbesondere aufgrund dieser Tatsache waren die rechtlichen Hintergrundinformationen – von Claudia Dietl fundiert erläutert – von besonderem Interesse.

Das WEIN.GUT sorgte wieder für den guten Tropfen, dieses Mal schenkte Michael Wenzel einen Cotes du Liberon sowie einen weissen Franzosen aus. Und vom Laimer Speisezimmer gabs einen Fleischtopf mit Pirogen – wie immer auch für eingefleischte Gourmets eine Offenbarung.

Der nächste Stammtisch findet wie am letzten Donnerstag des Monats, also am 25. Februar 2010 statt. Ein Thema wird die „Generation Praktikum“ sein, Claudia Jovanovic von der Praktikumsbörse Schwanthalerhöhe/Laim gibt uns einen Einblick in Vorraussetzungen und Möglichkeiten der Praktika in Unternehmen, beleuchtet Fördermöglichkeiten und stellt auch das Projekt bei der Initiativgruppe vor, dessen Zielsetzung die Auswahl geeigneter, potentieller Praktikanten und das Zusammenbringen der Praktikanten mit Unternehmen ist.