Schlagabtausch zwischen YouTube und GEMA

Der Streit zwischen YouTube-Eigner Google und der GEMA spitzt sich zu. Nachdem der deutsche Rechtverwerter Klage eingereicht hat, sperrt der Videohoster seit einigen Tagen Musikvideos mit explizitem Verweis auf die ungeklärte Rechtesituation mit der GEMA – sprich: Besucher aus Deutschland werden wieder einmal von Inhalten ausgeschlossen.

Damit dürfte sich die „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte“ mit ihrem antiquierten Schlüssel- und Abrechnungsmodell weiterhin viele „Freunde“ schaffen.

In den USA beispielsweise sind die Rechteinhaber an den Werbeeinnahmen von Youtube beteiligt und fahren gut damit, denn immerhin sorgt der Videohoster für eine immense Verbreitung neuer Musik und kurbelt damit auch die Verkaufszahlen an. Hierzulande pocht die GEMA auf ihr Abrechnungsmodell und übersieht dabei seit Jahren die Tatsache, dass die Welt um sie herum mittlerweile im 21. Jahrhundert angekommen ist.

Heilung unterwünscht?

Kanadische Forscher haben ein verblüffend simples Mittel gegen den Krebs entdeckt – Fachmedien und die großen pharmazeutischen Unternehmen zeigen bemerkenswertes Desinteresse.

Wissenschaftler an der University of Alberta in Edmonton, Kanada haben mit einfachen Mitteln sowohl an Versuchstieren als auch an menschlichen Zellen Krebs restlos geheilt, die Massenmedien halten sich jedoch zurück und auch die Pharmaindustrie signalisiert Desinteresse. Dabei ist die Technik geradezu simpel, der Grundstoff für ein Medikament bereits vorhanden – Dichloracetat (DCA), was bisher verschrieben wurde, um metabolische Störungen zu behandeln. Das Präparat ist frei von Nebenwirkungen und hat keine langfristigen Auswirkungen wie etwa herkömmliche Krebstherapien.

Das DCA Verfahren ist nicht patentierbar, so ließe sich ein Medikament kostengünstig herstellen und in Verkehr bringen. Ohne Patent gibt es aber keine der gewohnten Margen für die Pharmaindustrie – wie etwa bei den aktuellen AIDS-Medikamenten. Schon diese Tatsache erklärt das Desinteresse von Pfizer, Bayer und Co.

Die Forscher aus Alberta konnten im Praxistest mithilfe von DCA Lungen-, Brust- und Hirnkrebszellen abtöten – gesunde Zellen blieben intakt. Bei Ratten mit schweren Tumoren wurde ein Schrumpfen der Krebszellen beobachtet – und das, nachdem sie schlichtweg mit DCA versetztes Wasser getrunken hatten.

Weitere Informationen zu den Forschungen in Kanada gibt es auf den Seiten zur Studie an der Universität.

Jetzt kommt es darauf an, dass unabhängige und nicht ausschließlich auf die Befriedigung von Aktionärswünschen fixierte Unternehmen die Forschung vorantreiben und auf Basis von Dichloracetat wirksame Medikamente entwickeln. Denn das Verhalten der Pharmariesen erinnert fatal an die von Studenten entwickelte Regividerm B12 Salbe hierzulande, ein einfaches Mittel aus Avocadoöl und Vitamin B12, welches Neurodermitis und Schuppenflechte wirkungsvoll bekämpft. Auch bei diesem Medikament mauert die pharmazeutische Industrie bislang erfolgreich, obwohl unabhängige Wirtschaftsprüfer die Patentrechte an dem Präparat auf eine knappe Milliarde Dollar schätzten.

Eine fundierte Einschätzung der Dinge gibt es beim Heise-Verlag, auf der Seite der St. Georg Klinik in Bad Aibling sowie bei Focus und Freitag. Der Spiegel setzt sich kritisch mit der Geschäftemacherei im Umfeld von Krebsdiagnostik und DCA-Medikation auseinander. Und wenn man die Mutter aller Suchmaschinen bemüht, sollten genug Informationen für die eigene Meinungsbildung bereitgestellt werden.

Und nicht zuletzt kann man die University of Alberta in Edmonton mit einer Spende unterstützen – medizinische Studien kosten ein Heidengeld – finanzielle Mittel in einer Höhe, die Universitäten ohne die Unterstützung der Industrie in den seltensten Fällen allein aufbringen können.

20. Unternehmer-Stammtisch in Laim

Wie kommt das Rot in den Rotwein? Und stimmt es tatsächlich, dass die rotweintrinkenden Franzosen älter und vor allem gesünder älter werden?

Das waren die zentralen Fragen, die den Besuchern des 20. Unternehmerstammtischs in Laim beantwortet wurden. Zunächst vom Inhaber des WEIN.GUTs Michael Wenzel, der am Beispiel dreier Südtiroler Spitzenweine zeigte, wie sich Bearbeitung, Lagerung und Fermentierung der Trauben auf Farbe, Geschmack und Inhaltsstoffe auswirken. So kamen die Teilnehmer des Stammtisches noch überraschenderweise zu einer interessanten und lehrreichen Weinverkostung.

Auf die Inhaltsstoffe des Rotweins konzentrierte Maria Fikenscher, die dem Unternehmerstammtisch noch von ihrem Vitalstoffe-Referat im Januar bestens bekannt war. Und da spielt das von Jack Masquelier 1948 während einer Studie zur Verfütterbarkeit von Erdnusshäutchen entdeckte OPC (Oligomere Proanthocyanidine) eine zentrale Rolle. OPC kommt in der Traubenkernrinde vor und gelangt mit der Fermentierung in den Rotwein. Und der Pflanzenstoff gilt mittlerweile als wahres Wundermittel: Neben antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften wurde in mehreren Studien insbesondere die positive Wirkung auf das Blutgefäße des Menschen nachgewiesen – OPC kann also typische „Zivilisationskranheiten“ wie Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen abschwächen, hinauszögern, ja sogar verhindern.

Insgesamt ein interessanter und lehrreicher Abend, der dank des Weinangebots vom WEIN.GUT und den Südtiroler Speck-, Käse- und Spinatknödeln von Nana Berzl aus dem Speisezimmer viel „Alto-Adige-Flair“ hatte. Der nächste Unternehmerstammtisch findet am 30. Juni statt, das Thema wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Burn Out – Andrea Meyer beim 19. Unternehmer-Stammtisch in Laim

Vor gar nicht all zu langer Zeit noch ein Tabu-Thema, heute wird im Idealfall in Unternehmerkreisen offen über die „neue Volkskrankheit Burn Out“ gesprochen. So auch beim 19. Unternehmerstammtisch in München Laim, bei dem sich wieder knapp 20 Unternehmer, Selbstständige und Geschäftsleute aus dem Münchner Westen trafen, zum Fachsimpeln und Netzwerken.

Coachess Andrea Meyer vom aim-4you war dabei und klärte über das Burn-Out-Syndrom auf, beleuchtete häufige Ursachen, emotionale, soziale, intellektuelle und körperliche Symptome und zeigte Mittel und Wege auf, das betriebliche und private Umfeld so umzugestalten, dass einem „Ausbrennen“ von Mitarbeitern und Führungskräften wirksam entgegengesteuert werden kann. Denn alleine die Kosten für Unternehmen bei einem Burnout-Ausfall eines Mitarbeiters bewegen sich im fünf- und sechsstelligen Bereich, wenn man sich vor Augen hält, dass rund 8,6% aller betrieblichen Ausfalltage auf seelischen Erkrankungen beruhen und Burn-Out-Patienten in der Regel ein ganzes Jahr fehlen.

Ganz gleich ob Arbeitsunlust oder Workaholic, übersteigerte Reaktionen am Arbeitsplatz oder schlichtweg Magenbeschwerden oder Schlafstörungen – die Summe von Symptomen kann auf einen beginnenden oder bereits eingetretenen Burn Out hindeuten. Und spätestens dann sollten bei Betroffenen wie Vorgesetzten alle Alarmglocken läuten und geschulte Mediziner aufgesucht werden.

Mit einem kurzen Selbsttest konnten die Stammtischler überprüfen, ob sie gegen den Burn Out gewappnet sind, zu einer gefährdeten Gruppe gehören oder gar schon betroffen sind – ohne es zu merken. Denn eines der größten Probleme beim Burn-Out-Syndrom sei es, dass die Betroffenen in den seltensten Fällen wahrhaben wollen, dass es sie erwischt hat – so die Erfahrung von Andrea Meyer aus der Praxis.

Nana Berzl – unsere gute Fee vom Speisezimmer – berichtete in der Runde ganz offen über ihre eigenen Erfahrungen mit dem Syndrom, über die Ursachen besonders im geschäftlichen Bereich, die lange Ausfallzeit und deren Folgen.

Insgesamt wieder ein spannender Abend mit interessanten Menschen und guten Gesprächen, leckerem Essen aus dem Speisezimmer und hervorragenden Weinen aus dem WEIN.GUT – dem Treffpunkt des Unternehmerstammtischs. Der nächste Stammtisch findet am 26. Mai statt, die Einladungen gehen rechtzeitig raus.

Das Skript zum Unternehmerstammtisch kann wie immer im Menü Downloads heruntergeladen werden.

Junge Menschen scheuen das Risiko einer Unternehmensgründung

Die Deutschen haben allgemein keine große Lust, Unternehmer zu werden, Einwanderer sind da risikofreudiger

Unternehmerisch sind die Deutschen eher nicht veranlagt. Im Vergleich zu den Menschen anderer Länder neigen hierzulande nur wenige dazu, ein Unternehmen zu gründen. Und die Tendenz scheint nach dem neuen Bericht des Global Entrepreneurship Monitors (GEM), der vom Institut für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover und vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) erarbeitet wurde, auch nicht anders zu werden.

Weiterlesen bei TELEPOLIS

Hausverbot für GEZ-Mitarbeiter

Nicht selten kommt es vor, dass sich GEZ-Mitarbeiter unter falschem Vorwand Zugang zu einer Wohnung verschaffen. Und selbst wenn sie dies nicht tun, nerven sie auch einfach nur so. Dem „spontanen“ Besuch von übermotivierten GEZ-Fahndern steht man jetzt nicht mehr hilflos gegenüber. Mieter und Hausbesitzer dürfen den GEZ-Mitarbeitern den Besuch verbieten. Dies hat das Amtsgericht Bremen kürzlich entschieden. Und sollte ein GEZ-Fahnder meinen, er müsse sich an ein erteiltes Hausverbot nicht halten, kann die zuständige Landesrundfunkanstalt auf Unterlassung verklagt werden.

Mehr darüber im Blog der Piratenpartei.

In eigener Sache

Um die Vorbereitung und den Betrieb des Unternehmerstammtisches in Laim weiterhin kostendeckend gewährleisten zu können, war es notwendig, die Unkostenbeteiligung auf 25.- Euro zu erhöhen.

Einzelne Reaktionen darauf zeigen, dass der Gegenwert des Stammtisches ausschließlich bei der kulinarischen Versorgung gesehen wird. Das spricht für das Speisezimmer, ist aber schade und kurzsichtig, denn nach wie vor geben sich beim Unternehmerstammtisch in Laim ausgewiesene Fachleute als Referenten die Klinke in die Hand – und werden die Teilnehmer auch in den nächsten Monaten mit interessanten, wertvollen und gelegentlich kurzweiligen Vorträgen auf den neuesten Stand bringen. Die vielfältigen persönlichen Kontakte sind ohnehin unbezahlbar.

Dass der Unterhalt der technischen Infrastruktur des Unternehmerstammtisches Kosten verursacht spielt für uns als Initiatoren keine wesentliche Rolle und sei hier nur am Rande erwähnt.

Der nächste Stammtisch findet am 28. April statt – weitere Informationen und Anmeldung hier.

Gründungszuschuss-Ausgaben sollen bis 2013 um 80 Prozent gesenkt werden

Von der Leyen will Ausgaben für Gründungszuschuss innerhalb von zwei Jahren um 80 Prozent senken / Gesetzesentwurf intern vorgelegt / Direktor des IAB widerspricht

(gruendungszuschuss.deReuters) Das Arbeitsministerium hat am Mittwoch bereits den Gesetzesentwurf zur Reform der Arbeitsmarktinstrumente an die übrigen Ministerien verschickt. Der Text liegt der Nachrichtenagentur Reuters vor. Darin werden die Einsparungen bei der Bundesagentur für Arbeit in den Jahren 2012 bis 2015 auf rund 7,5 Milliarden Euro beziffert. Der Löwenanteil entfällt auf den Gründungszuschuss, für den die BA derzeit rund 1,8 Milliarden Euro ausgibt. Ab 2013 sollen es nur noch etwa 400 Millionen Euro sein. Es sollen also fast 80 Prozent eingespart werden.

Die Kürzungen stoßen bei Arbeitsmarktexperten auf Kopfschütteln. Bei der Begründung der Einsparungen hatte sich die Ministerin auf eine Studie des zur Bundesagentur für Arbeit gehörigen Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) berufen (wir berichteten). Nun mahnt laut Reuters ausgerechnet Joachim Möller, der Direktor des IAB, zur Vorsicht im Ungang mit dem Rotstift. Gerade in Zeiten sinkender Arbeitslosigkeit könne die Förderung von Arbeitslosen ihren Nutzen entfalten, wenn Arbeitskräfte knapper würden und mehr Arbeitsplätze zu besetzen seien. „Dann schlägt die Stunde der Vermittlung.“

Zu den geplanten Einsparungen beim Gründungszuschuss erklärt Müller: „Vom gesellschaftspolitischen Standpunkt aus finde ich das sehr ungünstig. Für uns war es erstaunlich zu sehen, wie stabil doch die Gründungen sind, die sogar zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.“ Die von der Ministerin ins Feld geführten Mitnahmeeffekte ließen sich kaum beziffern.

Die Aussage von Müller zum Thema Mitnahmeeffekte ist besonders pikant, denn die Ministerin begründet die geplanten Einsparungen mit angeblichen hohen Mitnahmeeffekten, von denen in der Studie des IAB die Rede sei. Das Institut hatte im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit die Ergebnisse früherer Untersuchungen zur Wirksamkeit der Gründungsförderung und anderer arbeitsmarktpolitischer Instrumente zusammengefasst. Möglicherweise handelt es sich um ein Mißverständnis, denn in der Studie heißt es im darauffolgenden Satz: „Zum Teil wären die Gründungen (ohne die Förderung) allerdings später oder in geringerem Umfang erfolgt.“ Und im weiteren Verlauf: „Nach den mikroökonomischen Wirkungsstudien sind die … Maßnahmen als die erfolgreichsten Instrumente einzuschätzen.“

Zudem bezweifelt das Ministerium selbst, ob die geplanten Kürzungen sich in voller Höhe als Einsparungen erweisen. Wenn der Gründungszuschuss gekappt wird, bezögen Arbeitslose stattdessen länger Arbeitslosengeld I. Im Gesetzentwurf wird ausdrücklich eingeräumt: „In welchem Umfang dadurch gegebenenfalls die Ausgaben für Arbeitslosengeld steigen, lässt sich nicht quantifizieren.“

SPD und Grüne kritisierten die Kürzungspläne scharf. SPD-Vizefraktionschef Hubertus Heil sprach laut Reuters von einem „dummdreisten Versuch“, zulasten von Langzeitarbeitslosen zu sparen. „Immer mehr Unternehmen suchen händeringend nach Fachkräften, andererseits verfestigt sich die Langzeitarbeitslosigkeit. Eine solche Spaltung des Arbeitsmarktes dürfen wir nicht zulassen.“ Auch Heil kritisiert vor allem die Einschnitte beim Gründungszuschuss.

Grünen-Arbeitsmarktexpertin Brigitte Pothmer warf von der Leyen vor, sie setze auf „Leistungsverweigerung gegenüber den Arbeitslosen“ statt auf Leistungssteigerung bei den Instrumenten am Arbeitsmarkt. Die Reform stehe unter einem „Rotstift-Diktat“.

Kommentar: Die Damen und Herren Mandatsträger in Berlin träumen ja immer noch von der Vollbeschäftigung – auch das zeugt von enormer Kompetenz in Sachen Arbeitsmarkt. In Zeiten der globalisierten Wirtschaft ist das natürlich Mumpitz und die Selbstständigkeit der so ziemlich einzige Weg zur Existenzsicherung. Wenn man dafür nun die Mittel radikal zusammenstreicht – dann gute Nacht.