Wikileaks packt aus

Und die Medien malen das böse Gespenst internationaler Verwicklungen an die Wand. Aber mal ehrlich, ein großes Geheimnis sind die Inkompetenz und Marotten einiger genannter Politiker nicht gerade – die Welt wird’s überleben. Auch in der arabischen Welt wissen die Staatsmänner wahrscheinlich bestens übereinander Bescheid und der Adolf-Vergleich Ahmadinedschads wird den guten Mann wahrscheinlich noch beflügeln.

Die einzigen, die sich bis auf die Knochen blamiert haben, sind die Jungs und Mädels vom State-Department, denn da scheint es nicht nur Sicherheitslöcher – sondern riesengroße Krater zu geben…

Netzwerken

Mache ich jetzt meine Kunden zu meinem Netzwerk oder doch eher mein Netzwerk zu meinen Kunden? Und wenn diese Frage geklärt ist – was dann? So ließe sich das Schwerpunktthema des 14. Unternehmerstammtisches in Laim in wenigen Worten zusammenfassen, der am 25. November rund 20 Unternehmer aus dem Münchner Westen ins WEIN.GUT in der Camerloher Straße lockte.

Coach, Trainer und Wirtschaftspsychloge Michael Renner war zu Gast und erläuterte den anwesenden Gästen Wirkungsweise und Wirkungsgrad sozialer Netze – und damit waren keinesfalls nur die derzeit angesagten „social networks“ wie XING, Facebook & Co. gemeint, sondern das tatsächliche persönliche Umfeld eines jeden Menschen und wie man aus Unternehmersicht gewinnbringend damit umgeht.

Und das ist gar nicht so einfach, Fallstricke lauern allerorten und gelegentlich sind Sympathiehürden zu überwinden. Andererseits gibt es genügend Möglichkeiten, auf institutioneller, fachlicher oder persönlicher Ebene zusammenzukommen und Kontakte zu knüpfen – und das muss keinesfalls an der Tür zur Vorstandsetage aufhören, wie Michael Renner an einigen zum Teil sehr amüsanten und mit viel Beifall bedachten Beispielen erklärte.

Nun ist der Unternehmerstammtisch in Laim eine etablierte Netzwerkveranstaltung und seit knapp anderthalb Jahren eine veritable Möglichkeit, im Münchner Westen Kontakte zu knüpfen – da wurden also offene Türen eingerannt. Trotzdem war der Blick hinter die Kulissen für alle Anwesenden hochinteressant und das Thema wird auf einer der nächsten Veranstaltungen wohl noch vertieft werden. Und wie immer beim Stammtisch trafen interessierte und offene Menschen aufeinander, die dann auch nach dem Referat noch bis in die Nacht in Gespräche vertieft waren (die Letzten verließen das WEIN.GUT gegen halb eins…).

Die Folien zum 14. Unternehmerstammtisch können in Kürze auf der Stammtischhomepage heruntergeladen werden bzw. sind in der gleichnamigen XING-Gruppe bereitgestellt.

Vom Speisezimmer gab’s dieses Mal eine knackige Linsensuppe mit ordentlich Koriander und Fleischbällchen, das WEIN.GUT begeisterte mit einem italienischen Chardonnay und einem Tiefroten aus Südtirol.

Ende Dezember wird aufgrund der Feiertage kein Stammtisch stattfinden, allerdings beabsichtigen wir, uns am 16. Dezember zu Kaffee und Kuchen im Speisezimmer zu treffen, Information und Einladungen dazu gehen rechtzeitig raus.

Google spendabel

Eine Meldung, die Arbeitgeber und Gewerkschafter hierzulande zu Pirouetten veranlassen dürfte – wenn auch aus unterschiedlichen Beweggründen. Google beglückt seine 20.000 Mitarbeiter mit einer überraschenden Lohnerhöhung: Ab dem 1. Januar 2011 gibt’s für alle Mitarbeiter unabhängig von ihrer Position beim Suchmaschinenriesen eine 10 Prozent mehr – und das weltweit. Ein Teil der sonst als Boni ausgeschütteten Gelder soll zudem in eine feste Gehaltserhöhung umgewandelt werden.

Und für besonders verdiente Mitarbeiter gibt es noch ein Zückerli obenfrauf: 1000 Dollar als Weihnachtsgeschenk – und zwar steuerfrei, diese Abgaben übernimmt ebenfalls der Arbeitgeber.

Eric Schmidt freut sich über die Leistungen seiner Mitarbeiter und den anhaltenden Erfolg seines Unternehmens. Eine entsprechende (und als vertraulich eingestufte Mail) vom Google-Chef kann bei Business Insider nachgelesen werden.

Twitter prüft Einsatz von Werbung in den Timelines

Zwar gilt die Kurzmitteilungsplattform Twitter mit 175 Millionen Nutzern als Killerapplikation des Web 2.0 – ein tragfähiges Geschäftsmodell gehörte bislang aber nicht zu den Prioritäten des Dienstes.

Das soll sich nun ändern und Twitter hat begonnen, die Timelines seiner User mit Werbung zu füllen. Zunächst einmal als Experiment bei einer ausgewählten Gruppe, denn schon allzu oft sind bei SocialMedia-Diensten die Nutzerzahlen eingebrochen, wenn diese kostenpflichtig oder – wie bei Twitter – mit Werbung zugestopft wurden.

Insbesondere professionellen Twitterern mit kommerziellen Interessen dürfte aufstoßen, dass eigene Tweets unter Umständen mit kontextspezifischen Werbebotschaften der Konkurrenz durchsetzt werden. Hier muss ein stimmiges Filtermodell geschaffen werden, Google Adsense mit seinen Möglichkeiten könnte da ein Vorbild sein – anderenfalls wäre absehbar, dass UnternehmensTwitterer dem Dienst die Freundschaft kündigen.

Aber es gibt kein Zurück, Twitter muss Geld verdienen. Die bisherigen zaghaften Versuche von Werbeformen (Sponsored Tweets oder Sponsored Trends) hatten nicht den Erfolg, den sich die Macher gewünscht hätten. Jetzt soll getestet werden, wie Werbetreibende und Zielgruppe das neue Modell akzeptieren.

Weitere Informationen bei Advertising Age.

Das Maß der Dinge

Ein Business-Thema der ganz anderen Art faszinierte die Besucher des Unternehmerstammtisches in Laim am 28. Oktober: Während sonst Referate rund ums Geschäft, um Werbung, PR, Kaufen und Verkaufen gehalten werden, ging es dieses Mal um die schönen Dinge im Leben, um gutes Anziehen. Rolf-Werner und Margot-Edith Dorls von Emanuel Berg Feine Maßhemden und Konfektion aus der Leopoldstraße in Schwabing waren zu Gast und brachten den Stammtischlern das Thema Maßkonfektion nahe.

Die Anwesenden konnten sich von heutzutage kaum noch praktizierten Fertigungsmethoden und hervorragender Verarbeitungsqualität überzeugen, darüber hinaus hatten die Dorls eigens für Emanuel Berg gefertigte, außergewöhnlich schöne schottische Tweeds und italienische Seiden dabei – insbesondere die exklusiven Battistoni-Krawatten (die schon Humphrey Bogart, Marlon Brando, Kirk Douglas aber auch Prince Charles schmückten) sorgten nicht nur bei den männlichen Stammtisch-Teilnehmern für Entzücken.

Rolf-Werner und Margot-Edith Dorls sorgten mit Ihrer Expertise aber auch mit Ihrer Personality für einen überaus spannenden und unterhaltsamen Abend, sodass die Zeit wie im Flug verging. Herzlichen Dank dafür vom Unternehmerstammtisch Laim! Und ganz sicher trägt sich nun der/die Eine oder Andere mit dem Gedanken, beim nächsten Einkauf auf den Gang zum Discounter zu verzichten – um sich mal einen richtig guten Zwirn zuzulegen. Denn das ist durchaus und überaus preiswert, wenn man Material, Verarbeitung, Sitz, Haltbarkeit und Kosten für eventuelle Änderungen einrechnet.

Vom WEIN.GUT gab es dieses Mal einen hervorragenden Riesling und einen „staubtrockenen“ Dornfelder aus dem Eichenfass. Und der Catering-Service stellte mit einer Süßkartoffelsuppe, Zwiebelkuchen sowie Himbeer- bzw. Mango-Mousse zum wiederholten Mal eindrucksvoll unter Beweis, dass richtig gutes Essen in Laim immer noch aus dem Speisezimmer in der Camerloher Straße kommt.

Der nächste Stammtisch ist für den 26. November geplant – das Thema wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Blau oder Grün?

Wer hätte gedacht, dass ich ein Blau- oder Grün-Käufer bin und mein Neo Cortex dafür verantwortlich ist, dass ich Dinge kaufe, an denen ich (später) möglicherweise keinen Gefallen finde und die ich eigentlich auch gar nicht brauche.

Jens Tischer von TCT Training und Coaching gab beim 12. Unternehmerstammtisch am 30. September im WEIN.GUT in Laim einen Einblick in die Zusammenhänge, Systeme und Methoden von Top-Verkäufern und welche psychologische Klaviatur ihnen zur Verfügung steht, um uns zu beeinflussen – und im besten Fall glücklich zu machen. „Käufertraining“ mal aus dem Blickwinkel der „anderen Seite“ – so der Titel seines Vortrags, der bei den anwesenden Stammtischteilnehmern auf reges Interesse stieß und eine ganze Menge Fragen provozierte. Insbesondere die psychologische Komponente (Stichwort: Neuromarketing) könnte noch viele Abende mit spannendem Diskussionsstoff füllen.

Die Wenzels vom WEIN.GUT sorgten mit einem französischen Roten und einem köstlichen Gutedel für Gaumenfreuden – ebenso das Team vom Speisezimmer mit Kastanien- und Fenchelsuppen mit Croûtons und Kren-Broten.

Der nächste Stammtisch ist bereits in Planung – ganz sicher wieder mit einem spannenden Schwerpunktthema.

Das Skript zum Referat finden Sie wie immer in unserem Downloadbereich.

Malheur!

Liebe Stammtischler,

offenbar ist bei der letzten Einladung zum Unternehmerstammtisch eine etwas ältere Anlage mit rausgegangen und verstopft nun Ihr Postfach. Ich bitte um Entschuldigung – da habe ich wohl in der Eile den falschen Knopf gedrückt.

Bitte ignorieren Sie die Anlage – trotzdem freue ich mich auf Ihr Erscheinen beim 12. Unternehmerstammtisch.

Viele Grüße aus Laim,

Michael Schmidt

Bis dass das Web euch scheidet…

Das Internet gewinnt als Anbahnungsinstrument und Beziehungsmarkt an Bedeutung, immer mehr Beziehungen kommen über das Web zustande. Nach einer Studie von US-Soziologen haben Nachbarschaft, Familie, Freunde und Arbeitsplatz immer weniger Einfluss darauf, wo und wie sich Menschen verlieben.

Früher war alles ganz einfach. Internetnutzer galten als weltfremde, pizzafressende Computerfreaks, die kaum Kontakt zur Außenwelt haben. Das hat sich mittlerweile ins Gegenteil verkehrt. Inzwischen gelten Menschen ohne Internet als Gattung mit schwindenden sozialen Kontakten und auch bei der Beziehungsanbahnung müssen sie sich auf ein sehr eingeschränktes soziales Umfeld verlassen. Jetzt sind es die Internetverächter oder –verweigerer, die einsam sind und von einer Partnerschaft nur träumen können.
Laut der Studie, bei der 4000 Erwachsene befragt wurden, haben mehr als 82 Prozent der Menschen mit einer Internetverbindung eine Beziehung, 62,8 Prozent ohne Anschluss klagen über Einsamkeit.

Heute trifft man sich zunächst einmal online, Dating-Websites spielen hier eine maßgebliche Rolle. Menschen ohne Internet bleiben da aussen vor – und alleine.

Meeting Online: The Rise of the Internet as a Social Intermediary
Michael J. Rosenfeld, Stanford University*
Reuben J. Thomas, The City College of New York