Fährtenlesen statt Floskeln: Torsten Grigull beim 116. Unternehmerstammtisch in Laim

„Zurück zur Natur“. Was in esoterischen Kreisen seit Jahrzehnten mehr oder weniger sinnvoll propagiert wird, war bislang im Business-Umfeld eher selten anzutreffen. Coaching von Entscheidern und Führungskräften sowie Team-Building-Maßnahmen fanden und finden vor allem in klinisch sauberen Konferenzräumen vor Beamer-Leinwänden und Pinboards statt. Torsten Grigull von der TeamCoachAkademie war unser Gast beim 116. Unternehmerstammtisch – und der verfolgt einen ganz anderen Ansatz, bei dem die Natur (wieder) eine zentrale Rolle spielt.

Am 30. April versammelten sich wieder zahlreiche Unternehmer in der urigen Atmosphäre beim „Da Wirtshauser“, um einen Impulsvortrag zu erleben, der etwas außerhalb des gewohnten Rahmens des Business-Alltags war. Unter dem Titel „Führung heißt Fährtenlesen“ entführte uns Torsten Grigull in eine Welt, die uns eigentlich so nah ist und die wir doch oft im Neonlicht unserer Büros vergessen: Die Wildnis als den ehrlichsten Spiegel für unternehmerisches Handeln.

Die Wildnis als Lehrmeister

Torsten Grigull, selbst erfahrener IT-Unternehmer und leidenschaftlicher Jäger, machte schnell deutlich, warum der Wald ein besserer Ratgeber sein kann als jeder klimatisierte Meetingraum. Denn die Gattung Mensch ist nicht „außerhalb“ der Natur, wir sehen nicht in ein Terrarium – wir sind Teil der Natur, wir sind Natur. Die Rückbesinnung darauf ist integraler Bestandteil der Coachings von Torsten Grigull. In der Natur zählen keine politischen Spielchen oder hohlen „Corporate Speak“-Phrasen; dort zählen Präsenz, Instinkt und absolute Klarheit.

Drei Kernbotschaften für den Business-Alltag

Im Zentrum seines Vortrags standen drei Prinzipien, die bei den Teilnehmern für sichtbare Aha-Momente sorgten:

  • Das Platzhirsch-Prinzip: Wahre Stärke hat nichts mit Ellenbogenmentalität zu tun. Grigull verdeutlichte, dass ein „Platzhirsch“ im natürlichen Sinne Verantwortung für sein Revier übernimmt und strategisch agiert, statt Energie in unnötigen Kleinkriegen zu verschwenden.
  • Der natürliche Jagdinstinkt: Fokus, Geduld und Effizienz sind die Währungen des Waldes. Wer diese Instinkte wiederentdeckt, kann sie gezielt auf sein Unternehmen übertragen, um Chancen nicht nur zu sehen, sondern sie auch im richtigen Moment zu nutzen.
  • Vom Gehetzten zum Souverän: Viele Unternehmer fühlen sich im Hamsterrad wie das gehetzte Wild. Grigull zeigte Wege auf, wie man durch die Verbindung zur Natur die eigene Souveränität zurückgewinnt und das tägliche „Ringen“ im Business meistert, ohne auszubrennen.

Grigull plädierte leidenschaftlich dafür, die Komfortzone zu verlassen und sich dem „Unterholz“ zu stellen – denn nur dort, wo es reibt und wo wir unsere Sinne schärfen müssen, findet echtes Wachstum statt.

Der 116. Unternehmerstammtisch war mehr als nur ein Netzwerktreffen. Es war eine Einladung, die eigene Führungskultur zu hinterfragen und die „verschütteten Instinkte“ wieder zum Leben zu erwecken. In der anschließenden Diskussionsrunde bei bayerischer Gastlichkeit wurde deutlich: Der Wunsch nach mehr Authentizität und Erdung im Business ist groß.

Wer vorab schon einmal prüfen möchte, wie es um seine eigene Führungssouveränität bestellt ist, kann auf der Website der TeamCoachAkademie das „Platzhirsch-Quiz“ machen.

Wir bedanken uns bei Torsten Grigull für diesen inspirierenden Abend und freuen uns darauf, die eine oder andere „Fährte“ im eigenen Unternehmeralltag aufzunehmen. Darüber hinaus geht unser Dank an das Team vom „Da Wirtshauser“, die uns in ihrer Almhüttn wieder ganz hervorragend betreut und zuvorkommend versorgt haben – und dieses Mal passte die Umgebung ganz besonders gut zum Stammtischthema.

Der 117. Unternehmerstammtisch findet am 28. Mai statt. Markiert euch das Datum fett im Kalender! Die Einladungen mit allen Details landen wie gewohnt rechtzeitig in eurem Postfach.