Hast Du es satt als Selbständiger oder Freiberufler aus der Kreativ-Wirtschaft alleine in der Bude zu hocken und im eigenen Saft zu schmoren?
Wir vermieten einen eigenen, wunderbar hellen Büroraum für ein bis zwei Arbeitsplätze, mit Echtholzparkett und ansichtskartenverdächtiger Aussicht auf die beeindruckend schöne, neogotische St.-Pauls-Kirche, nahe der Theresienwiese. Der Raum hat eine Fläche von 16,6 qm und kostet 495,— Euro Kaltmiete (zuzügl. aller Nebenkosten, Internet, Strom, Nutzung der Gemeinschaftsräume, sowie der grossen, von uns komplett eingerichteten Küche, einer Toilette und nicht zuletzt einer wöchentlichen Komplettreinigung – insgesamt 100,— Euro).
Der Platz davor ist verkehrsberuhigt, es herrscht also kein Verkehrslärm. Die U-Bahn Theresienwiese ist vor der Tür, Trambahn, Hackerbrücke und Hauptbahnhof sind fussläufig erreichbar. Jede Menge, Supermärkte und Speiselokale befinden sich direkt ums Eck. Kurz, die Lage ist traumhaft zentral und strategisch hervorragend.
Wir sind eine charmante Bürogemeinschaft, bestehend aus Programmierern, Autoren und Illustratoren, die sich auf neue Mieter*innen aus der Kreativ-Branche freuen.
„Das war ein Höllenritt durch das Thema KI, ich muss mich erst mal sammeln!“ – Mit diesem Satz brachte eine sichtlich beeindruckte Besucherin das Gefühl des Abends auf den Punkt. Am 26. Februar 2026 war es nämlich wieder so weit: Der 115. Unternehmerstammtisch lud ins „Da Wirtshauser“ in Laim. Das Thema hätte aktueller nicht sein können: „KI – neuester Stand“.
Als Referent trat ein echtes Urgestein der Digitalszene vors Publikum: Michael Schmidt von der Münchner Internetagentur TAGWORX.NET. Als „Baujahr 1964“, der bereits seit 1994 die Onlinewelt unsicher macht, brachte er genau die richtige Mischung aus Expertenwissen, technischer Begeisterung und abgeklärter Gelassenheit mit, um das zahlreich erschienene Publikum durch das Dickicht der künstlichen Intelligenz zu führen. Und die fast zweistündige Reise ließ keinen Stein auf dem anderen – und manche festgefügte Meinung über „künstliche Intelligenz“ wurde ins Wanken gebracht.
Von der Turing-Maschine bis zum digitalen Kollegen – woher kommt der Hype?
Michael Schmidt begann seine Reise nicht etwa beim neuesten iPhone, sondern schlug den Bogen weit zurück. Der Vortrag startete historisch bei Alan Turing, Joseph Weizenbaum und Ted Shortliffe und landete dann doch schneller in der Gegenwart, als man „ChatGPT“ sagen kann. Michael Schmidt machte klar: KI ist längst kein Science-Fiction mehr, sondern steckt in der Google-Suche, der Buchhaltung, im Fahrzeugbau und sogar in der Krebserkennung – ganz abgesehen von all den Plattformen, die uns das Leben inzwischen leichter machen.
Zudem ließ Schmidt zahlreiche große Denker und Protagonisten der neuen Technologie zu Wort kommen, etwa Stephen Hawking, Bill Gates, Elon Musk, Sam Altman oder Max Tegmark.
Doch was ist eigentlich KI, den Begriff den viele so leichtfertig aussprechen? Vereinfacht gesagt: Ein Teilgebiet der Informatik, das versucht, menschliche kognitive Fähigkeiten wie Lernen und Problemlösung zu simulieren. Für Unternehmer besonders spannend ist die Generative KI, die Texte, Bilder, Videos und sogar Code auf Knopfdruck erstellt – und ganz nebenbei riesige Datenmengen verarbeiten kann. Aber auch in konkreten Anwendungen finden wir KI wieder, etwa bei der Terminannahme via Website in Arztpraxen oder bei der Kundendienstplanung in Handwerksbetrieben, eben immer dann, wenn effizient und nahezu lautlos automatisiert werden soll.
Seit dem ChatGPT-Urknall vor wenigen Jahren konnten Computer nicht mehr nur Daten sortieren, sondern selbst kreativ werden: Texte schreiben, Bilder malen, Musik komponieren und sogar Programmcode entwickeln. Und ob wir nun Google Maps nach dem Weg fragen, Netflix uns den nächsten Serienmarathon vorschlägt oder die Bank eine verdächtige Kreditkartenzahlung blockiert – KI ist längst allgegenwärtig.
Die Großen: ChatGPT, Claude, Gemini, Copilot und die „Agenten-Armee“
Schmidt ließ es sich nicht nehmen, tief in den Werkzeugkasten zu greifen. Er stellte die „Platzhirsche“ im Segment der generativen KI vor:
ChatGPT (OpenAI): Der unangefochtene Marktführer, der besonders durch seine Vielseitigkeit besticht.
Claude (Anthropic): Gelobt für seine Fähigkeit, riesige Dokumente zu analysieren, ohne den Faden zu verlieren.
Gemini (Google): Das Kraftpaket, das direkt mit unseren täglichen Google-Tools (Docs, Mail, Suche) verknüpft ist.
Copilot (Microsoft): Der Helfer, der sich direkt in Word und Excel einnistet.
Besonders spannend wurde es beim Thema KI-Agenten. Wir reden hier nicht mehr nur von Chatbots, die auf Fragen antworten. KI-Agenten sind kleine digitale Mitarbeiter, die Aufgaben autonom erledigen – vom Buchen einer Reise bis hin zur Erstellung komplexer Marktanalysen. Michael zeigte auf, wie Custom GPTs es jedem Unternehmer ermöglichen, sich eine eigene „Spezial-KI“ zu bauen, die anhand des Zugriffs auf Unternehmensinformationen genau weiß, wie die eigene Firma tickt.
Die hohe Kunst des Promptings: Wer flüstert, der gewinnt
Ein großes Highlight war das Thema Prompting. Wer der KI nur sagt „Schreib mal was über Gartenzwerge“, bekommt Langeweile geliefert. Michael zeigte den „Godmode“: Wer der KI eine klare Rolle zuweist (z. B. „Agiere als erfahrener Werbetexter“), Zielgruppen definiert und semantische Strukturen vorgibt, bekommt beeindruckende Ergebnisse, die man fast ungesehen veröffentlichen kann.
Rollenverteilung: Sagen Sie der KI, wer sie ist („Du bist ein erfahrener Steuerberater für KMU“).
Kontext: Geben Sie Hintergrundinfos („Wir planen eine Marketingaktion für Bio-Brot in Laim“).
Struktur: Definieren Sie das Format („Erstelle eine Tabelle mit 5 Spalten“).
Iterative Verfeinerung: Geben Sie sich nicht mit der ersten Antwort zufrieden – haken Sie nach!
Und noch eine Faustregel: Kurze, klare Sätze und keine Rechtschreibfehler in der Anfrage – sonst leidet die Qualität der Antwort.
Es wurde klar: Die KI ist wie ein hochbegabter Praktikant. Wenn man ihm keine klaren Anweisungen gibt, kommt am Ende zwar etwas Hübsches raus, aber leider nichts Brauchbares.
Schattenseiten und Schreckensszenarien: Wenn die KI „halluziniert“ und Agenten meutern
Die KI ist ein statistisches Plappermaul, kein Wissenslexikon. Trotz aller Begeisterung sparte Michael Schmidt daher die Risiken nicht aus. Das Publikum horchte besonders auf, als es um KI-Halluzinationen (Confabulations) ging. Das Problem: KI-Modelle sind statistische Wort-Vorhersage-Maschinen. Wenn sie eine Information nicht haben, erfinden sie oft eine – und zwar so selbstbewusst, dass man es kaum merkt. Da werden plötzlich Gerichtsurteile zitiert, die es nie gab, oder chemische Formeln erfunden, die eher in einen Alchemie-Baukasten gehören. Und manchmal will uns der KI-Bot einfach glücklich machen, wie der Ehepartner, der des Abends schon mit dem Essen wartet – aber gar nicht kochen kann…
Richtig „spooky“ wurde es bei den „Worst Case Scenarios“ aus den Sicherheitslaboren – einige Vorfälle sind erst wenige Tage alt.
Gibberlink: Ein Phänomen, bei dem zwei KIs begannen, in einer Art hocheffizientem Kauderwelsch zu kommunizieren, das für Menschen völlig unlesbar war.
OpenClaw & der Meta-Crash: Ein Szenario, in dem eine KI im Sicherheitslabor so autonom agierte, dass sie das System fast lahmlegte, um ihre Aufgabe zu erfüllen.
Die Lehre daraus: Die KI braucht Leitplanken. „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist bei KI-Fakten überlebenswichtig!“, mahnte Schmidt.
Werkzeugkasten für den Mittelstand
Trotz aller Risiken überwog der Optimismus. Michael Schmidt präsentierte eine wahre Flut an Tools:
Text & Office: ChatGPT (der Platzhirsch), Claude (super für Dateien), Gemini (Google-Integration) und Copilot (Microsoft-Welt).
Bilder & Video: Von Midjourney für fotorealistische Bilder bis zu Sora oder VEO für Videos. Eindrucksvolle Beispiele zeigten, was heute möglich ist und warum Hollywood nervös mit den Füßen scharrt.
Meetings: Tools wie Otter.ai oder tl;dv, die Protokolle fast von alleine schreiben.
Warum sollten sich der örtliche Handwerker, der Ladenbesitzer oder der Dienstleister mit generativer KI beschäftigen? Schmidt brachte es auf den Punkt: KI kann zwar kein Dach decken, aber sie kann die Angebote dafür in Sekunden schreiben, die Kundenanfragen sortieren und die Social-Media-Kanäle bespielen.
Besonders wichtig für lokale Unternehmen: Die KI-Suche. Wenn Kunden heute fragen: „Wo finde ich den besten Schreiner in Laim?“, ziehen KIs ihre Informationen aus strukturierten Daten im Netz. Wer hier sein Google-Profil und seine Website nicht pflegt, wird für die KI unsichtbar. Schmidt’s Rat an alle KMU: Nutzen Sie lokale Daten! KI kann zwar kein Parkett verlegen, aber wer sein Google Unternehmensprofil pflegt und strukturierte Daten nutzt, wird von der KI als Experte vor Ort empfohlen.
Keine Angst vor den digitalen Kollegen
Der Abend im „Da Wirtshauser“ endete dann mit lebhaften Diskussionen. Die Erkenntnis: Wir müssen keine Informatiker werden, um von KI zu profitieren. Wir müssen aber lernen, sie als Werkzeug zu begreifen. KI wird uns nicht ersetzen – aber der Mensch, der KI bedienen kann, wird denjenigen ersetzen, der es nicht kann.
Die Folien zum Nachlesen: Wer den „Höllenritt“ noch einmal im Detail nachvollziehen möchte, findet die kompletten Folien von Michael Schmidt unter dem untenstehenden Download-Link. Es lohnt sich, insbesondere die Beispiele zum Prompting noch einmal in Ruhe zu studieren! Ebenfalls ans Herz zu legen sind die verschiedenen Tool- und Plattformempfehlungen.
Übrigens: Der 116. Unternehmerstammtisch findet am 26. März statt. Markiert euch das Datum fett im Kalender! Die Einladungen mit allen Details landen wie gewohnt rechtzeitig in eurem Postfach.
In diesem Sinne: Bleiben Sie neugierig (und behalten Sie den Stecker in Reichweite)!
Künstliche Intelligenz ist weit mehr als nur ein aktueller Trend – sie ist eine Technologie, die unsere Arbeitswelt bereits jetzt grundlegend verändert und Altbewährtes geradezu über den Haufen schmeißt. Doch während viele erst seit ChatGPT über KI sprechen, reicht die Geschichte der „denkenden Maschinen“ viel weiter zurück, als die meisten vermuten.
Beim 115. Unternehmerstammtisch in Laim, der am 26. Februar im „Da Wirtshauser“ in derAgnes-Bernauer-Straße 239, 81241 München, gibt Michael Schmidt von der Internetagentur TAGWORX einen tiefen Einblick in den aktuellen Stand der KI-Forschung und zeigt praxisnah auf, wie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) von dieser Entwicklung profitieren können.
KI-Historie & Forschung: Ein Blick zurück auf die Meilensteine – von Alan Turings ersten Überlegungen 1936 über den ersten Chatbot „ELIZA“ im Jahr 1966 bis hin zu heutigen, mächtigen Sprachmodellen.
KI in der Praxis: Michael Schmidt erläutert die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten für Unternehmen – von der effizienten Texterstellung und Bildgenerierung bis hin zu modernen Video-KIs und KI-Bots.
Die Evolution: Von Chatbots zu Agenten: Erfahren Sie den Unterschied zwischen einfachen Dialogsystemen und autonomen KI-Agenten, die komplexe Prozessketten (wie die automatisierte Lead-Qualifizierung oder Buchhaltungs-Workflows) selbstständig abarbeiten können.
Grenzfälle & Sicherheit: Neben den Chancen beleuchtet der Vortrag auch die kritischen Seiten. Wir diskutieren Risiken wie „KI-Halluzinationen“, bei denen Systeme faktisch falsche Informationen liefern, sowie aktuelle Entwicklungen und Sorgen rund um das Stichwort OpenClaw.
Praktische Tools für KMU: Es wird aufgezeigt, wie Tools zur Transkription von Meetings, zur Datenanalyse oder zur lokalen SEO-Optimierung (GEO) den Arbeitsalltag massiv erleichtern und die Effizienz steigern können.
KI ist heute ein „Assistenzsystem für alles“ – von der Forschung über das Coding bis hin zum Marketing. Nutzen Sie die Gelegenheit, um aus erster Hand zu erfahren, welche Tools für Ihr Unternehmen wirklich relevant sind und wo die Reise in diesem Jahr hingeht.
„KI wird wahrscheinlich zum Ende der Welt führen, aber in der Zwischenzeit wird es große Unternehmen geben.“
Getreu diesem (mit einem Augenzwinkern versehenen) Zitat von Sam Altman (OpenAI) laden wir Sie ein, die Weichen für die Zukunft Ihres Unternehmens zu stellen.
Wir freuen uns auf einen spannenden Abend und einen regen Austausch und sehen uns am 26. Februar um 19:00 Uhr beim „Da Wirtshauser“ in der Agnes-Bernauer-Straße 239, 81241 München.
Webinar: DIN SPEC 33461 – Standardisierte Methodik für erfolgreiches SEO
In diesem kostenfreien Webinar wird die DIN SPEC 33461 vorgestellt. Die Teilnehmer erhalten praxisnahe Einblicke, wie die neuen Standards für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) erfolgreich auf die eigene Website angewendet werden können. Ziel des Webinars ist es, SEO-Strategien durch eine strukturierte Methodik auf ein neues Level zu heben und für mehr Transparenz sowie Orientierung zu sorgen.
Julian Strote (rankeffect digital GmbH), der maßgeblich an der DIN SPEC 33461 mitgearbeitet hat, erläutert im Webinar die drei zentralen Phasen der SEO-Methodik und zeigt deren erfolgreiche Umsetzung auf:
Strategische Konzeption: Zieldefinition, Zielgruppenanalyse, Wettbewerbsanalyse und Auswahl der KPIs.
Operative Umsetzung: Technische SEO, On-Page- und Off-Page-Optimierung sowie Content-Erstellung.
Erfolgsmessung und Reporting: Monitoring der KPIs, Berichterstattung und kontinuierliche Optimierung.
Eckdaten der Veranstaltung
Thema: Standardisierte Methodik für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung (SEO): DIN SPEC 33461
Termin: Dienstag, 3. Februar 2026, 11:00 bis 12:00 Uhr
Dieses Webinar wird von der IHK für München und Oberbayern im Rahmen der gemeinsamen Digitalisierungsinitiative der Industrie- und Handelskammern in Bayern präsentiert.
Weitere Termine der Webinarreihe Online-Marketing:
28.01.2026: Digital Storytelling 2026: Klar positioniert. Mutig sichtbar. Erfolgreich im KI-Zeitalter.
11.02.2026: GEO ist das neue SEO: Wie Unternehmen im KI-Zeitalter sichtbar bleiben.
05.03.2026: Wie man KI im Marketing nutzt, um seinen Gewinn zu steigern.
leider müssen wir den für den 29. Januar geplanten 115. Unternehmerstammtisch kurzfristig absagen. Unsere Referentin ist leider erkrankt, und wir möchten das spannende Thema natürlich gerne in voller Stärke mit ihr gemeinsam präsentieren.
Wir bedauern die kurzfristige Änderung sehr und arbeiten bereits an einem Ersatztermin – aller Wahrscheinlichkeit nach Ende Februar oder Ende März. Wir halten Sie auf dem Laufenden!
Wir wünschen unserer Referentin eine schnelle Genesung und freuen uns darauf, Sie alle bald in alter Frische wiederzusehen!